Studium an der VWA

1.   Grundlegende Informationen zum Betriebswirt (VWA) und zum Verwaltungs-Betriebswirt (VWA)
2.   Bachelor-Studium
3.   Studierenden-ABC
4.   Studienziele
5.   Methodik
6.   Studienorganisation
7.   Lernen, Studieren
8.   Studierregeln
9.   Gemeinsam lernen
10. Hörervertretungen
11. Studienabschluss
12. Die vier großen Vorteile des Studiums an der VWA Würzburg 
13. Strategien gegen Burn- und Bore-out: So bleiben Sie handlungsfähig

 

1. Grundlegende Informationen zum Betriebswirt (VWA) und zum Verwaltungs-Betriebswirt (VWA)


Die VWA Würzburg ist keine Ausbildungsstätte mit Tageslehrbetrieb. Sie bietet bei gleichzeitiger Berufsausübung eine nebenberufliche Fortbildung an. Die Studierenden werden deshalb ihren Beschäftigungsfirmen und Dienststellen nicht jahrelang entzogen. Sie eignen sich vielmehr ihr Wissen in den Abendstunden (montags mit donnerstags, in der Regel 18.00 Uhr bis 20.15 Uhr) und ggf. in Vorlesungen an Samstagen an.

 

Ein ordentlicher Studiengang an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Würzburg umfasst sechs Semester, die systematisch aufeinander aufgebaut sind. Das Sommersemester beginnt in der Regel Mitte April und schließt Ende Juli, das Wintersemester beginnt in der Regel Mitte Oktober und endet Mitte Februar. Die Vorlesungszeiten sind mit Rücksicht auf die Dozentinnen und Dozenten von der Universität Würzburg den Semesterzeiten der Universität angeglichen.

 

Die Studiengänge sind in ein GRUNDSTUDIUM (2 Semester) und ein AUFBAUSTUDIUM (4 Semester) gegliedert. Der Studienplan, der 305 Lehrveranstaltungen mit 942 Stunden vorsieht, baut auf den Ausbildungsinhalten der Fachhochschule auf. Für Fachhochschul-Absolventen besteht die Möglichkeit des "Quereinstiegs" im 3. Semester, allerdings mit einer entsprechend reduzierten Zahl von Zulassungsklausuren.

 

Zur Vermeidung von Unklarheiten wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass der gesamte Lehrstoff Gegenstand der Zulassungsklausuren und der Diplomprüfung ist. Studierende, die erst nach Beginn eines Studiengangs ihr Studium aufnehmen, müssen sich die bereits gelehrten Studieninhalte ebenfalls vollständig aneignen!

 

Die Studiengänge kommen nur dann zustande, wenn eine ausreichende Zahl von Anmeldungen vorliegt.

 

Das Studium an einer anderen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie oder an einer wissenschaftlichen Hochschule kann ganz oder teilweise angerechnet werden. Gleiches gilt für dort bereits erbrachte Leistungsnachweise (vgl. § 3 der Prüfungsordnungen). Die an den Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen sind anzurechnen, soweit die Gleichwertigkeit gegeben ist. Studien-und Prüfungsleistungen sind gleichwertig, wenn sie in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des an der aufnehmenden Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbewertung vorzunehmen.

 

Die Fachrichtung Informatik (mit dem Abschluss „Informatik-Betriebswirt (VWA)“) wird an der VWA Würzburg weder gelehrt noch geprüft.

 

Änderungen im Hinblick auf den Studienplan, die Prüfungsordnungen, die Studienorganisation, die Vorlesungs-
termine oder die ergänzenden Bestimmungen bleiben vorbehalten. Die VWA Würzburg ist bei Änderungen be-
müht, angemessene Ausgleichs- oder Übergangsregelungen zu treffen.

 

Die bei der Anmeldung angegebenen und die sich während des Studiums ergebenden personenbezogenen Daten der Studierenden werden von der VWA Würzburg elektronisch gespeichert und weiterverarbeitet. Die Daten werden unter Beachtung der Datenschutzgesetze des Bundes und des Landes Bayern nur für akademieinterne Zwecke verwendet.

 

Die Studierenden werden eindringlich gebeten, die bei der Anmeldung zum Studium erteilte Matrikelnummer
sowie die PIN-Nummer für den Zugang zum "Studentenbereich" unseres Internetauftritts Dritten nicht zugäng-
lich zu machen.


 

 

1. Verwaltungswissenschaftlicher Studiengang

 

    - Betriebswirtschaftslehre der Öffentlichen Verwaltung einschließlich Organisations- und Führungs-

      lehre (BWL)

    - Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik (VWL)

    - Rechtswissenschaft (Privatrecht, Öffentliches Recht)

    - Ein weiteres an der Akademie gelehrtes Gebiet mit rechtswissenschaftlichen Bezügen als Wahl-
      pflichtfach (Arbeitsrecht oder Betriebswirtschaftliche Steuerlehre; Betriebswirtschaftliche Steuer-
      lehre aber nur bei ausreichender Teilnahme an der Diplomprüfung)

 

 

2. Wirtschaftswissenschaftlicher Studiengang

 

    - Betriebswirtschaftslehre einschließlich Organisations- und Führungslehre (BWL)

    - Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik (VWL)

    - Rechtswissenschaft (Privatrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht)

    - Ein weiteres an der Akademie gelehrtes Gebiet mit rechtswissenschaftlichen Bezügen als Wahl-

      pflichtfach (Arbeitsrecht oder Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, ggf. auch Verwaltungsrecht;
      Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Verwaltungsrecht aber 
jeweils nur bei ausreichender
      Teilnahme an der Diplomprüfung)

 

3. Wirtschaftsenglisch

 

Ergänzend zu den beiden Studiengängen wird Wirtschaftsenglisch angeboten: Im 2. Semester verpflichtend; im 3. und 4. Semester nur bei ausreichender Beteiligung und gebührenpflichtig.

 

2. Bachelor-Studium

Die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Würzburg e.V. hat ihr Studienangebot erweitert. Leitziel ist es, die Durch-
lässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung sicherzustellen. Ihr primäres Ziel ist es, Berufstätigen aus
Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung ein Studium unabhängig vom Abitur zu ermöglichen. Sie bietet deshalb ihren
Studierenden sowie ihren Absolventinnen und Absolventen bei zwei Hochschulen die Möglichkeit, parallel zum VWA-
Studium oder danach ein Bachelor-Studium aufzunehmen und sich weiter zu qualifizieren. In beiden Fällen kann der
staatlich und international anerkannte akademische Abschluss eines "Bachelor of Arts in Business Administration
(B.A.)" erworben werden. Das Bachelor-Studium erfolgt ebenfalls berufsbegleitend und ortsnah. Die bei der VWA
erbrachten Leistungen werden in einem erheblichen Umfang angerechnet, so dass sich die Bachelor-Studienzeiten
wesentlich verkürzen. Abitur ist keine Voraussetzung. Der Erwerb des Bachelor eröffnet die Chance, an einer Hoch-
schule zum Master weiterzustudieren sowie letztlich zu promovieren.

Weitere Informationen unter der Rubrik "Aktuelles - Bachelor-Studiengänge".

 

3. Studierenden-ABC

 Akkreditierung

Der Begriff Akkreditierung (lat. accredere, Glauben schenken) wird benutzt, um zu beschreiben, dass eine allgemein
anerkannte Instanz einer anderen das Erfüllen einer besonderen Eingenschaft bescheinigt. Die Akkreditierung von
Studiengängen soll die Einhaltung fachlich-inhaltlicher Qualitätsstandards sichern. Außerdem soll sie die Vergleich-
barkeit mit anderen Studiengängen gewährleisten. Akkreditierungsagenturen überprüfen deshalb z.B. die Studien-
gänge an Hochschulen in regelmäßigen Abständen.

 

Alma Mater

(Lat.) "Nährende Mutter", veraltete feierliche Bezeichnung für Universität.

 

Alumni

(Lat.) Der Alumnus, die Almuni, sind ehemalige Studierende (und Mitarbeiter) der Universität, meist organisiert in
Alumni-Netzwerken oder -Vereinen. Sie haben das Ziel, den Kontakt zu früheren Kommilitonen und zu ihrer Uni-
versität zu halten und aktiv das Netzwerk über Foren und Veranstaltungen zu leben.

Absolventinnen und Absolventen der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien können sich dem BDIVWA, dem
Bundesverband der Diplominhaber der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien, anschließen. Weitere Informa-
tionen in der Rubrik "BDIVWA" auf unserer Homepage.

 

Anmeldegebühr

Die Anmeldegebühr für einen Studiengang bei der VWA Würzburg beträgt zz. 75,00 EURO.

 

Anmeldung zum Studium

Duch die Anmeldung zu einem Studiengang wird der Bewerber in die Liste der Studierenden bei der VWA Würz-
burg aufgenommen (Immatrikulation). Zu beachten sind allerdings sog. Zulassungsbeschränkungen

 

 Audimax

Ableitung von lat. "auditorium maximum". Das Audimax ist der größte Hörsaal einer Universität/Hochschule.

 

Aufbaustudium

Das Aufbaustudium baut auf das Grundstudium auf und umfasst vier Semester.

 

Ausweis

Der unterschriebene Studienausweis ist bei allen Vorlesungen mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Klau-
suren können nur dann geschrieben werden, wenn der gültige Studienausweis vorgelegt wird. Der Auweis ist bei
vorzeitiger Beendigung des Studiums bzw. bei Abschluss der Diplomprüfung an die Akademie zurückzugeben.

Mit Hilfe des Studienausweises können auch Ermäßigungen bei Eintritten in Museen, Kinos u.ä. erlangt werden.
Bis hin zu verbilligten Flugtickets ist vieles möglich. Also bitte nachfragen!

 

Bachelor (Bachelor of Arts, Bachelor of Science)

Unterster akademischer Grad; vor allem in angelsächsischen Ländern nach 3-jährigem Studium, in den USA
nach 4-jährigem Besuch eines College verliehen.

Nach der Bologna-Reform ist er der erste berufsqualifizierende Studienabschluss. Entsprechend einer Erklärung
der Europäischen Bildungsministerkonferenz (Bologna 1999) wird er an allen europäischen Hochschulen einge-
richtet, um eine Vergleichbarkeit der Bildungssysteme in der Europäischen Union zu erreichen. Dieser akademische
Titel wird nach Abschluss eines meist sechs- bis achtsemestrigen Studiums vergeben. Der Studienabschluss
Bachelor of Arts wird in der Regel für ein Studium der Geistes- und Kulturwissenschaften, der Abschluss Bachelor
of Science für ein Studium der Naturwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften verliehen.

 

BAföG

Bundesausbildungsförderungsgesetz. Weil das VWA-Studium nicht auf einen anerkannten, staatlichen Abschluss
vorbereitet, können die Studierenden der VWA keine Förderung nach dem BAföG erhalten.

 

Bologna

Eine der ältesten Universitätsstädte in Europa - und seit 1999 Namensgeberin des Bologna-Prozesses, an dem
mittlerweise 46 Staaten teilnehmen. Ihr Ziel: Bis 2010 wollten sie einen einheitlichen Hochschulraum schaffen,
in dem die Studierenden und Nachwuchsforscher völlig inbürokratische durch Europa wandeln. An der Universität
Würzburg sind bereits seit 2009 alle betroffenen Studienfächer auf die Abschlüsse Bachelor/Master umgestellt. Die
Bachelor-Studiengänge haben sich hier etabliert, sind gut studierbar und haben ihre Kinderkrankheiten hinter sich
gelassen. Von einer kompletten Etablierung des Bologna-Systems lässt sich jedoch noch nicht sprechen, da nicht
alle Hochschulen komplett auf die Abschlüsse Bachelor/Master umgestellt haben.

 

Bologna-Prozess

Was die Unternehmen in Deutschland seit Jahren fordern - eine Hochschulausbildung mit Praxisnähe - war von
Anfang an Leitbild des Studiums an den Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien. Durch den 1999 angelaufenen
"Bologna-Prozess" wurde für die Hochschulen in Deutschland ein ähnliches Leitbild entwickelt. Damals wurde das
praxisnahe Bachelor-Studium in 45 europäischen Staaten eingeführt. Zugleich soll ein "Studium ohne Grenzen"
möglich werden.

Jetzt ermöglichen bereits erste neue Studiengänge an einzelnen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien in Ko-
operationen mit Hochschulen den "Betriebswirten (VWA)", aber auch schon allen Berufstätigen parallel zu ihrem
Studium an den Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien den Erwerb des akademischen Grads eines Bachelor
of Arts bzw. Bachelor of Business Administration. Damit steht auch der weiteren wissenschaftlichen Qualifikation
zum Master und selbst einer Promotion nichts mehr im Weg. 

 

Campus

(Lat.) "Feld/Platz". Campus bedeute, dass sich alle Einrichtungen einer Universität/Hochschule auf einem Gelände
befinden.

 

Diploma Supplement, Transcript of Records

Das Diploma Supplement ist ein Anhang zum Abschlusszeugnis. Darin sind nähere Informationen über die Art, den
Inhalt und die Form des abgeschlossenen Studiums enthalten. Das Diploma Supplement wird in der Regel in eng-
lischer Sprache erstellt.

Das Transcript of Records umfasst als Teil des Diploma Supplements eine Übersicht über die studierten Module.
Es gibt Aufschluss über die erworbenen Leistungspunkte und Noten der Module.

 

Diplomprüfung, Diplom

Die Studienzeit bei der VWA Würzburg schließt mit der Diplomprüfung. Im schriftlichen Teil sind drei fünfstündige Di-
plomklausuren in den Pflichtfächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften zu
schreiben. Wird die schriftliche Diplomprüfung bestanden, werden Sie zur mündlichen Diplomprüfung eingeladen,
in der die Pflichtfächer und das von Ihnen gewählte Wahlpflichtfach mündlich geprüft werden.

Die Diplomprüfungsgebühr beläuft sich augenblicklich auf 310,00 EURO. Für neue Studiengänge, die ab Oktober
2011 durchgeführt werden, beträgt sie 400,00 EURO.

Das von Ihnen nach allen bestandenen Prüfungen erworbene Diplom (Wirtschaftsdiplom, Verwaltungsdiplom) be-
rechtigt Sie, die Bezeichnung "Betriebswirt (VWA)" oder "Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) zu führen.

 

Dissertation

Schriftliche wissenschaftliche Abhandlung zur Erlangung des Dotorgrads

 

Doktor

Abkürzung Dr.; ein akademischer Grad, der auf dem Wege der Promotion (schriftliche wissenschaftliche Arbeit
- Dissertation - und mündlicher Prüfung - Examen rigorosum - von den Universitäten, technischen Hochschulen
und einigen anderen wissenschaftlichen Hochschulen verliehen wird. Voraussetzung ist ein Studium von min-
destens 8 - 10 Semestern. Der Doktortitel wird an den einzelnen Fakultäten der Hochschulen erworben. Bei der
bestandenen Doktorprüfung gibt es in der Regel folgende Noten: summa cum laude, "mit höchster Auszeichnung";
magna cum laude, "sehr gut"; cum laude, "gut"; rite, "befriedigend".

 

Einführungsveranstaltung

Zu Beginn des Studiums und teilweise auch in späteren Semestern gibt es eine Einführungsveranstaltung, in der
wichtige Literaturhinweise und der Studienplan erklärt werden. Ferner wird über den Verlauf des Studiums sowie
über die Diplomprüfung und die Notenbildung informiert.

 

Einschreibung

Siehe "Immatrikulation"

 

Emeritus

Universitätsprofessor im Ruhestand

 

Evaluation

Bezeichnet den Vorgang der Bewertung von Vorlesungen durch Studenten. Während oder am Ende der Vorlesungs-
zeit bewerten die Studierenden auf  Vordrucken durch Ankreuzen oder Notenvergabe die Dozenten und Vorlesun-
gen.

 

Exmatrikulation

Bezeichnet die Streichung des Studierenden aus dem Namensverzeichnis der Akademie. Die Exmatrikulation erfolgt
nach dem Bestehen der Diplomprüfung, nach dem endgültigen Nichtbestehen der Diplomprüfung sowie nach dem
Nichtanmelden zum nächsten Semester.

 

Gasthörer

Die Teilnahme als Gasthörer an den Vorlesungen ist an keinerlei Voraussetzungen gebunden und gegen Entrichtung
einer Gebühr möglich. Die Teilnahme wird jedoch nur denen empfohlen, deren Allgemeinbildung und fachliche
Kenntnisse für den besuch der Vorlesungen und Übungen befähigen.

 

Grundstudium

Teil eines Studiums, in dem die Grundlagen des betreffenden Fachs oder des Studiengangs vermittelt werden. Bei
der VWA Würzburg umfasst das Grundstudium zwei Semester.

 

Habilitation

Schriftliche wissenschaftliche Abhandlung eines Sachthemas. Nach dem Bestehen einer weiteren mündlichen
Prüfung erlangt der Prüfling den Grad des Privatdozenten.

 

Hörervertreter

Die Studierenden eines Studiengangs wählen einen Hörervertreter und einen Stellvertreter. Die Hörervertreter haben
die Aufgabe, die Interessen der Studierenden wahrzunehmen und die Verbindung zwischen Studienleitung, Dozen-
ten und Geschäftsstellen aufrechtzuerhalten. Der Hörervertreter des Würzburger Studiengangs oder sein Vertreter hat
nach der Satzung der VWA Würzburg das Recht, an den Mitgliederversammlungen der Akademie teilzunehmen. In
Angelegenheiten, die die Hörerschaft betreffen, ist ihm auf Verlangen das Wort zu erteilen.

 

Immatrikulation

Sie bezeichnet die Aufnahme bei der VWA Würzburg oder an einer Hochschule. Durch die Anmeldung zum Studien-
gang und die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen wird der Studierende an der VWA Würzburg aufgenommen.

 

Kanzler

Der Kanzler ist der Leiter der Hochschulverwaltung.

 

Klausuren

Während des Studiums werden an der VWA Würzburg in den Pflichtfächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirt-
schaftslehre und Rechtswissenschaften jeweils vier zweistündige Zulassungsklausuren angeboten, von denen
mindestens zwei Klausuren bestanden werden müssen, damit Sie zur Diplomprüfung zugelassen werden können.

Während der Diplomprüfung werden in den Pflichtfächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und
Rechtswissenschaften jeweils fünfstündige Diplomklausuren geschrieben.

 

Kolloquium (Colloquium)

Gespräch, Unterredung, insbesondere die wissenschaftliche Auseinandersetzung unter Leitung eines akademi-
schen Lehrers; auch die Form der mündlichen Prüfung bei der Habilitation.

 

Lehrstuhl

Planmäßige Stelle eines Professors an einer Hochschule mit dem zugehörigen Mitarbeiterstab.

 

Leistungspunkte/ECTS

Die Leistungspunkte legen den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden fest. Sie werden auch als
Credit Points oder ECTS-Punkte bezeichnet (ECTS = European Credit Transfer System). In die Berechnung fließt
nicht nur der Besuch von Lehrveranstaltungen ein, sondern auch der Zeitaufwand für die Vor- und Nachbereitung. 
Ein Leistungspunkt entspricht ca. 30 Arbeitsstunden. Pro Semester sind an den Hochschulen 30 ECTS-Punkte zu
erwerben, um das Studium exakt in der Regelstudienzeit zu beenden. Um diese für ein Semester vorgesehene An-
zahl von Punkten zu erreichen, ist demnach ein Arbeitsaufwand von 900 Stunden einzukalkulieren. Wer es in Kauf
nimmt, ein oder zwei Semester länger zu studieren, kann seinen Arbeitsaufwand auch auf 23 bis 25 ECTS-Punkte
je Semester reduzieren. 

 

Master (Master of Arts, Master of Science)

Wer sich nach dem Erwerb des Bachelors wissenschaftlich weiterqualifizieren möchte, kann seine Kenntnisse in
einem Master-Studiengang vertiefen. Dazu ist in der Regel ein Studium von zwei bis vier Semestern an einer Hoch-
schule erforderlich. Der Erwerb dieses Abschlusses eröffnet Tätigkeitsfelder, die eine wissenschaftliche Ausbildung
voraussetzen. Außerdem sind mit dem Master die Bedingungen erfüllt, um eine wissenschaftliche Laufbahn an
Hochschulen oder in Forschungseinrichtungen einzuschlagen oder eine Promotion aufzunehmen. Der Studienab-
schluss Master of Arts wird in der Regel für ein Studium der Geistes- und Kulturwissenschaften, der Abschluss
Master of Science für ein Studium der Naturwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften verliehen.

 

Matrikel, Matrikel-Nr., PIN-Nr.

Verzeichnis der Studierenden an der VWA Würzburg. Jeder Studierende erhält eine eigene Matrikelnummer, die ge-
meinsam mit einer PIN-Nr. auch den Zugang zum geschlossenen Studentenbereich auf der Homepage der VWA
Würzburg eröffnet. Beide Nummern sollten deshalb nicht an Dritte weitergegeben werden!

 

Modul/Modularisierung

Bachelor- und Master-Studiengänge sind modular aufgebaut. Dies bezeichnet man auch als Modularisierung. Mo-
dule sind Bausteine eines Studiums, die sich einem bestimmten thematischen oder inhaltlichen Schwerpunkt wid-
men. Ein Modul ist eine inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit, die sich aus verschiedenen
Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praktika, Exkursionen) zusammensetzen kann. Es wird in
der Regel innerhalb eine Semesters, spätestens nach zwei Semstern mit studienbegleitenden Prüsfungen abge-
schlossen.

 

N.N.

Abkürzung für "nomen nescia" oder "nomen nominandum": Die Person wird noch benannt.

 

Privatdozent / PD

Hochschullehrer ohne Beamtenstatus

 

Prüfungsordnungen

Sie regeln den Aufbau eines Studiengangs. In Prüfungsordnungen sind abzulegende Prüfungen, Fristen, zu erbrin-
gende Studienleistungen (Scheine, Zulassungsklausuren) usw. verbindlich festgelegt.

 

Quereinstieg

Ein Quereinstieg liegt zulassungsrechtlich vor, wenn ein Studium erst in einem höheren Semester begonnen wer-
den kann. Bei der VWA Würzburg besteht für Fachhochschul-Absolventen die Möglichkeit des Quereinstiegs im 3.
Semester, allerdings mit einer entsprechend reduzierten Zahl von Zulassungsklausuren.

 

Rauchen

In den Gebäuden generell und insbesondere in den Räumen, in denen Vorlesungen der VWA Würzburg stattfinden,
herrscht Rauchverbot!

 

Rektor

Der Rektor ist der offizielle Leiter der Universität/Hochschule.

 

Repetitorium

Unterricht oder Lehrbuch zur wiederholung und Festigung eines bereits erarbeiteten Lehrstoffs, besonders bei
Medizinern und Juristen.

 

Semesteranmeldung

Zu den von der Akademie festgelegten Fristen muss sich jeder Studierende für das nächste Semester anmelden.
Der Vordruck zur Anmeldung für das nächste Semester kann von der Homepage der VWA Würzburg herunterge-
laden werden. Erfolgt keine Anmeldung, folgt die Exmatrikulation mit der Konsequenz, dass der Studierende aus
dem  Namensverzeichnis der Akademie gestrichen wird und das Studium beendet ist.

 

Semestergebühr

Die Semestergebühr beläuft sich derzeit auf 480,00 EURO. Sie wird bei der Anmeldung zum nächsten Semester
durch Erteilung einer Abbuchungsermächtigung "geleistet". Die Semesteranmeldung kann von der Homepage der
VWA Wüzburg heruntergeladen werden.

 

Seminar

Übungskurs, der auch eine Pflichtveranstaltung sein kann.

 

Sine tempore / s.t.

(Lat.) Bezeichnung für "ohne Zeit". Dies bedeutet "ohne akademisches Viertel". Sämtliche Vorlesungen beginnen
"s.t.", d.h. pünktlich zur angegebenen Zeit.

 

Studienleitung

Der Studienleiter der VWA Würzburg und sein Stellvertreter müssen ordentliche Professoren einer staatlich aner-
kannten Hochschule (Universität Würzburg) sein. Der Studienleiter ist für die Durchführung der Lehr- und Prüfungs-
veranstaltungen, für die Auswahl der Dozenten und für die rechtzeitige Erstellung des Vorlesungsverzeichnisses
verantwortlich.

 

Studienzeit

Die Studienzeit ist die Zeit, in der ein Studium abgeschlossen werden muss. Sie ist in der jeweiligen Prüfungsord-
nung festgelegt. Bei der VWA Würzburg beträgt die Studienzeit sechs Semester (= drei Jahre).

 

Studium, Studiengänge, Studienplan

Ein ordentlicher Studiengang an der VWA Würzburg umfasst sechs Semester in drei Jahren, die systematisch auf-
einander aufgebaut sind. Das Sommersemester beginnt in der Regel Mitte April und endet Ende Juli, das Winter-
semester beginnt in der Regel Mitte Oktober und endet Mitte Februar.

Die Studiengänge kommen nur zustande, wenn eine ausreichende Zahl von Anmeldungen vorliegt. Derzeit ist eine
Mindestteilnehmerzahl von 45 erforderlich.

Der jeweils belegte Studiengang und die abschließende Diplomprüfung bilden ein ganzeinheitliches System. Eine
Trennung von Studium und Prüfung oder eine Aufteilung (Unterbrechung) des Studiums oder der Prüfung sind nicht
möglich.

Die Studiengänge sind in ein Grundstudium (2 Semester) und ein Aufbaustudium (4 Semster) gegliedert. Der Stu-
dienplan, der 305 Lehrveranstaltungen mit 942 Vorlesungsstunden vorsieht, baut in den gelehrten Fächern auf den
Ausbildungsinhalten der Fachhochschule auf. Für Fachhochschul-Absolventen besteht die Möglichkeit des "Quer-
einstiegs" im 3. Semester, allerdings mit einer entsprechend reduzierten Zahl von Zulassungsklausuren. 

 

Tutor

Studienbegleitender Hilfeleistender. Tutoren sind an Hochschulen meist Studenten aus höheren Semestern.

 

Übung

Lehrveranstaltung, in der erlernter Stoff aus der Vorlesung durch Fallbeispiele geübt wird.

 

Vorlesung

Lehrveranstaltung: Ein Dozent trägt den Lehrstoff vor. Eine Vorlesungsstunde umfasst 45 Minuten. 

 

Vorlesungsverzeichnis

Übersicht über alle angebotenen Veranstaltungen eines Semesters. Das jeweils gültige Vorlesungsverzeichnis
kann auf der Hompage der VWA Würzburg eingesehen werden. Änderungen werden sofort eingearbeitet. Auf Ände-
rungen wird auch in der Rubrik "Aktuelles" gesondert aufmerksam gemacht.

 

VWA

Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie

 

Wechsel des Studienorts

Das Studium an einer anderen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie oder an einer wissenschaftlichen Hoch-
schule kann ganz oder teilweise angerechnet werden. Gleiches gilt für dort bereits erbrachte Leistungsnachweise.
Ein Wechsel zur VWA Würzburg ist deshalb in aller Regel problemlos. Möchten Sie von der VWA Würzburg zu einer
anderen Akademie wechseln, so sollten Sie sich bereits vor dem Wechsel bei der neuen Akademie nach den Stu-
dien- und Anrechnungsmodalitäten befragen.

 

Workload

In Stunden angegebener Arbeitsaufwand, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Studienabschnitts/Moduls zu-
grundegelegt wird (Arbeitsaufwand eines durchschnittlich Studierenden). Der Workload beinhaltet Lehrveranstaltun-
gen, Vor- und Nachbereitung, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung,Erstellen von Studien- und Abschlussarbeiten,
Praktika. Der für eine Veranstaltung aufzubringende Workload spiegelt sich in den dafür vergebenen ECTS-Punkten
wider.

 

 

4. Studienziele

Ziel der Studiengänge ist es, Mitarbeiter der Wirtschaft und Angehörige des gehobenen öffentlichen Dienstes für
Führungsaufgaben zu qualifizieren und die Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die für eine sach- und fach-
gerechte Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden in der beruflichen Praxis erforderlich sind.

Leitbild ist der ökonomisch versierte Generalist, der wissenschaftliche Arbeitsmethoden kompetent anzuwenden
vermag. Die Lehrveranstaltungen auf hochschulmäßiger Grundlage sollen systematisches und kritisches Denken
fördern und die Teilnehmer befähigen, übergreifende Zusammenhänge zu erfassen und komplexe Probleme zu
lösen.

Das Studienangebot ist deshalb fachübergreifend: Neben fundierten Kenntnissen in Betriebswirtschaftslehre wird
vertieftes Wissen auf den Gebieten der Volkswirtschaftslehre sowie des Privat- und Öffentlichen Rechts vermittelt.
Genauere Informationen über die Lehrinhalte und Ergänzungsgebiete können Sie dem Studienplan e
ntnehmen.



5. Methodik

Das bewährte Dozententeam setzt sich aus Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität Würz-
burg sowie aus erfahrenen Praktikern aus Wirtschaft, Verwaltung und Justiz zusammen. Die fachliche Leitung liegt
bei Studienleiter Universitätsprofessor Dr. Franz-Ludwig Knemeyer und seinem Stellvertreter, Universitätsprofessor
Dr. Dirk Kiesewetter.

Die Wissensvermittlung erfolgt in Form von Vorlesungen, Übungen und Konversatorien. Zur Unterstützung und als
Anleitung zur Nacharbeit werden gezielt Literaturhinweise gegeben und teilweise schriftliche Vorlesungsunterlagen
herausgegeben. Im "Studentenbereich" unserer Homepage werden den Studierenden Skripten, Musteraufgaben
und Musterlösungen zur Verfügung gesetellt.




6. Studienorganisation

Die hochschulmäßige Grundlage des Studienangebots der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien wird dadurch
sichergestellt, dass wesentliche Teile des Unterrichts von Universitätsprofessoren und wissenschaftlichen Mitar-
beitern der Universität Würzburg durchgeführt werden. Um die Verzahnung mit der Praxis zu gewährleisten, werden
auch erfahrene qualifizierte Praktiker als Dozenten eingesetzt.


Wie an den Universitäten werden die Lehrveranstaltungen in Form von Vorlesungen durchgeführt. In den Vorlesun-
gen erhalten die Teilnehmer Literaturhinweise, mit deren Hilfe der Stoff der Veranstaltung vertieft werden kann. Das
Examen umfasst schriftliche und mündliche Prüfungen. Weitere Informationen über Studien- und Prüfungsmodali-
täten können Sie der Rubrik "Studieren - Prüfungsordnungen"
entnehmen.



7. Lernen, Studieren

Viel stärker als in der Vergangenheit müssen die jungen Menschen lernen zu lernen. Sie können nämlich nicht mehr
damit rechnen, dass sie mit ihrem Schul- und Hochschulwissen durchs Leben kommen, sie werden sich vielmehr
während ihrer Erwerbstätigkeit viel Neues aneignen müssen, wenn sie mithalten wollen. Ein Zwanzigjähriger kann
heute nicht einmal mehr wissen, ob es seinen Beruf 40 Jahre später noch geben wird. Das Gelernte wird ihnen dann
auch im Alter helfen, denn streng genommen geht das, was man einmal beherrscht hat, nicht endgültig verloren.
Fachleute sagen deshalb auch, dass die Dozentinnen und Dozenten wie Pädagogen allgemein den Studierenden
zunächst das Lernen lehren müssen und dann erst das Wissen.

Veränderungsfähigkeit, flexibles Denken und Lernbereitschaft sind die Eigenschaften, mit denen Sie an Ihrem Ar-
beitsplatz und bei Bewerbungen punkten können. Wichtig ist, dass Sie die eigenen Stärken kennen und weiter aus-
bauen. Die Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums und erst Recht sein erfolgreicher Abschluss sind Be-
weise für Ihre Entschlossenheit und Ihren Kampfgeist. In der Berufswelt wird den Mitarbeitern einiges abverlangt.
Dabei haben neben der fachlichen Qualifikation die persönlichen Kompetenzen einen hohen Stellenwert. Hierzu
zählen etwa Leistungs- und Ergebnisorientierung. Auch weichere Faktoren wie Kundenorientierung, soziale Kompe-
tenz, Team- oder Integrationsfähigkeit werden immer stärker an Bedeutung gewinnen. Nicht außer Acht lassen darf
man auch die Veränderungs- und Lernbereitschaft - gerade das lebenslange Lernen und besonders die Fähigkeit,
konstruktives Feedback als Chance zur eigenen Weiterentwicklung zu sehen. 

Welche drei Fähigketen sollte man sich während des Studiums aneignen? Hier eine Auswahl von Antworten von Stu-
denten:

- "Gutes fachliches Kow-how, Flexibilität und Internationalität"
- "Vernetztes Denken, Selbstorganisation und Motivation, Steherqualitäten"
- "Bereitschaft, über den Tellerand hinauszuschauen, Lernfähigkeit und Teamfähigkeit"

Ein Studium an der VWA Würzburg vertieft neben dem bereits vorhandenen Praxiswissen das theoretische Wissen
in wirtschaftlichen und rechtlichen Bereichen und ist heute zum Beispiel für höhere Management-Positionen unent-
behrlich. Durch das Studium erwerben Sie eine deutlich höhere Fachkompetenz. In aller Regel ist ein Studium auch
wichtig für die persönliche Weiterentwicklung des Studierenden, der dadurch eine größere Lebenserfahrung und
Reife gewinnen kann. Wenn Sie nach dreijährigem Studium die VWA Würzburg mit dem Diplom verlassen, werden
Sie nicht mehr der Mensch sein, der sich drei Jahre vorher für das erste Semester eingeschrieben hat.

Ein dreijähriges Studium und noch dazu berufsbegleitend vorwiegend in den Abendstunden fordert den ganzen Men-
schen. Sowohl der Geist als auch der Körper werden überdurchschnittlich beansprucht. Das VWA-Studium verlangt
nach "der ganzen Frau, den ganzen Mann".  Wer parallel zum beruf studiert, braucht neben einer gehörigen Portion
Motivation vor allem eins: Selbstlernkompetenz. Schließlich gilt es, Präsenzvorlesungen zu Hause vor- und nachzu-
bereiten sowie in Eigenregie für Klausuren und Prüfungen zu lernen. Und das alles neben dem normalen Arbeits-
alltag. Damit der Studienstart gelingt und das Studium erfolgreich verläuft, haben wir zehn Tipps für Studienanfänger
zusammengetragen (u.a.nach Dr. Wolfgang Henning, Leiter der zentralen Studienberatung der Uni Erlangen-Nürn-
berg, in audimax Nr. 9/10-2007 Seite 12):

1.   Als Studienanfänger braucht man gute Nerven und Geduld. Der Beruf und Ihr Studium verlangen Ihre ganze Kraft.
      Hinzu kommen noch die vielfältigen persönlichen Beziehungen, die nicht vernachlässigt werden wollen. Setzen
      Sie Prioritäten! Einschränkungen in Ihrer Freizeit sind das Ergebnis, sie erfolgen aber nur auf Zeit. Lernen braucht
      Zeit! 

2.   Werden Sie sich über Ihre Motivation klar! Nur wer motiviert ist, kann auch in schwierigen Situationen die Ener-
      gie aufbringen, weiterzumachen. Jeder Studierende hat einmal einen "Durchhänger". "Was tue ich mir da an, wo-
      für das Ganze, was gewinne ich dabei?" Die Kunst ist, diese Phase(n) zu überstehen und sich wieder selbst zu
      motivieren. Der Aufwand lohnt sich, der Energieeinsatz ist nicht umsonst! Ihr Gewinn ist nicht nur Wissen und
      Können, nein, auch Ihre Persönlichkeit entwickelt sich in vielfältiger Art und Weise, Sie gewinnen in Ihrem drei-
      jährigen Studium weiter an Reife und Lebenserfahrung.

      Damit der Studierende für das Lernen motiviert ist, braucht er auch das Lob seiner Umwelt, seines Partners, sei-
      Familie, seiner Freunde. "Alles, was beim Lernen Freude macht, unterstützt unser Gedächtnis", hat der große Pä-
      dagoge Johann Amos Comenius schon vor etwa 300 Jahren festgestellt. Das gilt übrigens auch für die Dozen-
      tinnen und Dozenten. Lassen Sie deshalb Ihre Wertschätzung spüren und sparen Sie nicht an Lob für gelunge-
      ne Vorlesungen und die Unterstützung Ihres Studiums.    

3.   Werden Sie sich bereits vor Studienbeginn klar, was auf Sie zukommt. Lassen Sie sich von uns beraten, spre-
      chen Sie mit Absolventinnen und Absolventen, die gerne ihre Erfahrungen weitergeben.

4.   Bitte keine Pizza-Service-Mentalität! Die Einstellung, immer darauf zu warten, dass einem gesagt wird, was man
      tun soll, ist bei der VWA fehl am Platz. Studieren ist etwas Aktives. Ich kann mich "beschulen lassen", ich kann
      mich "ausbilden lassen", aber studieren geht nur aktiv. Ich kann mich nicht "studieren lassen".

      Die Aufmerksamkeit ist eine Grundfunktion geistigen Schaffens. Gerade Lärm und Unruhe in den Vorlesungen
      stört die Konzentration auf den Vortragenden erheblich. Richten Sie Ihr Augenmerk auf den Dozenten und nutzen
      Sie die Tatsache, dass nach Untersuchungen gegen 17 Uhr ein Anstieg der Aufmerksamkeit festzustellen ist. Un-
      geteilte Aufmerksamkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Lernen.

      Ziel der VWA ist es, Wissensvermittlung und Praxis (Ihr Praxiswissen) zusammenzuführen. Denn es geht im Le-
      ben um Können! Lernen und Studieren heißt also in unserem Fall sich vernetztes Denken aneignen.

5.   VWA bedeutet: Ich bin selber für alles verantwortlich! Ich muss wissen, was ich will. Nicht die VWA will etwas von
      Ihnen, sondern die entscheidende Frage ist: Was will ich von der VWA? Salopp gesagt: Bisher wurde mir sozusa-
      gen permanent in den Hintern getreten, jetzt muss ich mir selber in den Hintern treten.

6.   Schülermentalität ablegen! Die Vorstellung: Ich muss beim ersten Mal nicht zuhören, weil alles noch drei Mal wie-
      derholt wird - das gibt es an der VWA nicht! Ich kann auch nicht mit dem Hintergedanken studieren: Na ja, das
      wird schon nicht so schlimm werden. Wie in Ihrem Beruf müssen Sie auch bei der VWA regelmäßig arbeiten und
      im Tempo anziehen.

      Der Unterricht ist die Form der Wissensvermittlung an Schulen. Im sogenannten darbietenden Unterricht vermit-
      telt der Lehrer das Wissen durch Vortragen, Vorlesen, Vorzeigen usw. Im fragenden Unterricht wird bereits Be-
      kanntes aus den Lernenden durch Lehrerfragen herausgeholt und mit dem neuen Stoff verbunden. 

      Die entwickelnde Unterrichtsform ist eine Fortführung der fragenden Unterrichtsform. Lehrer und Lernende finden 
      sich zusammen, um neues Wissen zu gewinnen und Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen. Der Lernende er-
      arbeitet vieles selbständig. Im freien Unterrichtsgespräch tritt der Lehrer fas ganz zurück. Durch den Lernenden
      selbst werden Probleme gestellt, Denkanstöße gegeben, Diskussionen ausgelöst. 

      Die Hauptform der Wissensvermittlung an Universitäten, Hochschulen und Akademien ist die Vorlesung. Man ver-
      steht darunter den einzelnen Vortrag bzw. die Vortragsreihe eines akademischen Lehrers. Die Vorlesung ist im
      Regelfall ein sogenannter geschlossener Vortrag, d.h. während der Vorlesung können direkte Fragen weder vom
      Dozenten an den Hörer noch vom Hörer an den Vortragenden gestellt werden. Das Ziel der Vorlesung ist nicht die
      Vermittlung jenes Systemwissens, das in Veröffentlichungen und Lehrbüchern der Dozenten vorliegt und dem kri-
      tischen vergleichenden Selbststudium zugänglich ist. Vorlesungen ergänzen die neuen Ergebnisse der For-
      schung, umreißen die anstehenden Aufgaben, vermitteln eine Einsicht in die Forschungsweise und geben Litera-
      turhinweise für das Selbststudium. Eine gelungene Vorlesung wird immer die rationellste und wirkungsvollste
      Lehrmethode sein, wenn der Hörer aktiv in der Vorlesung mitarbeitet und wenn es der Vortragende versteht, seine
      Aufgabe mit Umsicht und Überlegung zu lösen. Nur durch die eigenen Bemühungen des Höreres wird die Vorle-
      sung Richtungskonstante des Studiums und Ausgangspunkt zu selbständigen Studien von Fachproblemen sein.

      Die VWA Würzburg bzw. ihre Dozentinnen und Dozenten bevorzugen eine Kombination von Vorlesung und entwik-
      kelnder Unterrichtsform.

7.   Von den Dozentinnen und Dozenten zur Verfügung gestellte Skripte, Musteraufgaben und Musterlösungen geben
      nur Hilfestellungen beim Lernen. Mit ihrem Besitz haben Sie sich noch nicht den Stoff erarbeitet! Dabei geht es in
      der Regel nicht um "auswendiglernen". Der Stoff muss vielmehr verstanden werden, begriffen werden, im besten
      Sinn des Wortes greifbar werden. "Spuren" im Gedächtnis anlegen! Erst dann kann mit eigenen Worten reflektiert
      werden, mit folgerichtigen Gedanken ein Problem, ein Fall angegangen und gelöst werden. Das wörtliche Aus-
      wendiglernen ist dem Kind gemäß, die Denkarbeit und das bewusste Aufnehmen dem Erwachsenen. Auf die
      Dauer kann sich der Erwachsene nur das mit Sicherheit einprägen und merken, was er verstanden hat.

      Formulieren und stellen Sie sich selbst Fragen und versuchen Sie, diese zu beantworten. Sich selbst Kontroll-
      fragen vorlegen! Sie werden dann selbst merken, wo Defizite vorhanden sind und wo Sie sich noch verbessern
      müssen. "Erkenne dich selbst" durch Selbstbeobachtung. 
Lernen Sie dadurch, den Stoff, Ihre Fragen und Ihre 
      Antworten ausszusprechen, zu erklären, einzuüben. Noch besser: Zu zweit untereinander erklären. Lernen 
      durch Handeln und indem Sie Fehler machen, nicht alleine durch Zuhören in den Vorlesungen! Lernen durch
      Üben und Anwenden.  

      Ihre Qualitätsansprüche solten Sie auch an Ihre Notizen und Mitschriften in den Vorlesungen (nur stichpunktartige
      Aufzeichnungen!, die Gliederung des Vortrags) anlegen. Sie sollten auch noch später, insbesondere bei der Vor-
      bereitung auf Zulassungsklausuren und die Diplomprüfung, auf Ihre Notizen von heute zugreifen können. Kom-
      men Sie damit auch später noch  zurecht, was müssen Sie noch verbessern?

8.   Haben Sie noch Ihre letzten Prüfungsphasen oder die Vorbereitung auf die ersten VWA-Klausuren in Erinnerung?
      Wieder einmal gepaukt bis zum Abwinken? Fakten hektisch ind das Kurzzeitgedächtnis gequetscht? Endlos wie-
      der- und wiederholt und auswendig gelernt, ohne wirklich zu verinnerlichen, was da eigentlich Sache ist? Das En-
      de vom Lied? Nach ein paar Stunden stellen Sie verzweifelt fest, dass Sie alles verwechseln und Sie sich eigent-
      lich so richtig überhaupt nichts gemerkt haben. Aber: Es geht auch anders! Denn dieses Verwechseln und Ver-
      gessen hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern hängt schlichtweg mit der Art des Lernens zusammen.

      So wie wir das Lernen in der Schule oft beigebracht bekommen (Fakten reinhämmern - wo man Zusammenhän-
      ge versteht, umso besser, wo nicht, lernt man halt einfach drüber weg), wird nur die linke Gehirnhälfte angespro-
      chen. Psychologen haben herausgefunden, dass man mit dieser "linkshirnigen" Art, sich Dinge einzuprägen,
      mehr als 20 Wiederholungen braucht, um Wissen zu speichern. Dabei hat die Gehirnforschung herausgefunden,
      dass Lernen auch ganz anders funktionieren kann: Und zwar unter Aktivierung der rechten Gehirnhälfte, die zu-
      ständig ist für Bilder und Gefühle. Bestes Beispiel dafür sind die Vorlesungen mancher Dozenten, bei denen ir-
      gendwie immer etwas hängen bleibt. Die machen aber eigentlich nichts anderes, als bei der Vermittlung von
      Wissen beide Gehirnhälften mit einzubeziehen, Sprache mit Bildern und Logik mit Gefühl zu verknüpfen. Mit die-
      ser Lernweise braucht es dann oft auch nur fünf bis sieben Wiederholungen und der Stoff ist im Langzeitgedächt-
      nis geparkt. Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie Erfahrungen zu Wissen werden: Ihre Wissenserfahrun-
      gen werden mit bestimmten Bildern, Situationen verknüpft und sind damit fast unauslöschlich in Ihrem Gedächt-
      nis "eingebrannt". "Worte lehren, Beispiele reißen hin!"

      Klar muss allerdings sein, dass diese Methode keine Zauberei ist und Übung den Meister macht: Die Fähigkeit
      zur Verbildlichung von Sachverhalten basiert auf der altgriechischen Mnemotechnik, die die sprachlich-logische
      Funktion der linken Gehirnhälfte mit der kreativ-bildlichen Funktion der rechten Gehirnhälfte verbindet. Sie muss
      genauso trainiert werden wie jede andere Akrobatik auch. Beherrscht man sie allerdings, sind die Zeiten der öden
      Paukerei endlich vorbei.

9.   Richten Sie Ihre volle Konzentration auf Beruf und Studium. Setzen Sie sich Ziele, denn ohne Zielstellungen ist
      keine Konzentration möglich. Und ohne Konzentration stellt sich kein eindeutiger Erfolg ein. Ziele mit kleiner
      Spannweite sind tragfähiger. Je mehr und je rascher Sie sich einem Ziel nähern, desto lebhafter wird seine An-
      ziehungskraft. Das Näherkommen wirkt selbst als Antrieb.

      Seien Sie sich darüber klar, dass Sie auch zu Hause Arbeitszeit investieren müssen. Mit Ihrem Studium haben
      Sie wahrlich einen Vollzeitjob. Nutzen Sie aber die Semesterferien auch zum Ausspannen, Erholen. In Erholungs-
      phasen kann man mehr lernen und verstehen
 als in einem fortwährenden anstrengenden Studium. Das in den
      Semestern Gelernte muss "sich setzen", muss verarbeitet werden. Sie können also durchaus guten Gewissens
      Urlaub machen.
Lernen braucht also einen sehr fein gestalteten Wechsel von Anspannung und Entspannung.
      Studieren durch Rhytmisierung. Planen Sie auch Zeit um Wiederholen ein.

10. Bei allen Einschränkungen: Kapseln Sie sich nicht ab. Versuchen Sie, zu Mitstudierenden Kontakt zu bekommen.
      Unsere Empfehlung: Finden Sie sich zu kleinen Lerngruppen zusammen, um sich gemeinsam auf Klausuren
      und Prüfungen vorzubereiten. 

 

Zum Thema Lernen, Beruf und Bildung machen wir Sie ergänzend auf die Rede des Vorstandsvorsitzenden der
VWA Würzburg Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken, anlässlich der Verleihung der Wirt-
schaftsdiplome am 31. März 2007 in Aschaffenburg aufmerksam. 
 

Download Rede RP 31. März 2007in Aschaffenburg pdf



Wir möchten Sie ferner auf das Buch "Rationell und erfolgreich studieren an Verwaltungs- und Wirtschafts-Akade-
mien" von Dipl.-Kaufmann Josef Vogl, 1. Auflage 2007, hinweisen. Der Autor ist Hauptgeschäftsführer der Ver-
waltungs- und Wirtschafts-Akademie Ostbayern in Regensburg. Der Leitfaden will den Studierenden an den Ver-
waltungs- und Wirtschafts-Akademien praktische Tipps und Hilfestellungen geben, damit sie ihr Studium erfolg-
reich absolvieren. Die folgende PDF-Datei vermittelt Ihnen einen kurzen Eindruck über den Inhalt und die Ziele des
Buchs, das wir Ihnen empfehlen.


Download Kurzfassung Buch Vogl pdf

 

Ergänzend möchten wir Sie auf ein neues Buch, das die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln will, auf-
merksam machen. Die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens gehören zum wichtigsten formalen Repertoire aka-
demischer Ausbildung. Von der Hausarbeit bis zur Dissertation sind umfangreiche Regeln zu beachten. Die Techni-
ken dazu stellt Ihnen das neue Buch "Wissenschaftliches Arbeiten" vor. Es kann über den MA Verlag bei Elke André
unter 0201 81004 351 oder per Mail an elke.andre@bcw-gruppe.de für 19.90 € bezogen werden.   

 

Es gibt natürlich auch eine Reihe von Kursen und Seminaren, die zum Thema Lernen/Studieren Hilfe anbieten. Bei-
spielhaft wird auf die Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg verwiesen, die Mitglied der VWA Würzburg ist
und im Weiterbildungsbereich Pädagogik die eintägigen Seminare "Lernen lernen - Die Basis für Ihre erfolgreiche
Weiterbildung" und "Keine Angst vor Prüfungsangst" an den Standorten Würzburg, Aschaffenburg, Schweinfurt  anbie-
tet.

 

Motivationsbrücken

Lass deiner Neugier stets freien Lauf! Das Wissen ergreift nicht von dir Besitz. Es will von dir erworben wrden. (S.B.)

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück. (Laotse?, Benjamin Britten)

Wer das Lernen liebt, der ist dem Wissen nahe. (Konfuzius)

Ist denn nicht das Leben des gebildeten Menschen eine beständige Aufforderung zum Lernen? (Novalis)

Dass man immer noch lernen und sich ändern kann, ist herrlich - und auch, dass man die anderen dazu braucht.
(Monika Mayr)

Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean. (Isaak Newton)

Anstrengung ist für edle Geister eine Stärkung. (Seneca)

Man muss viel lernen, um zu erkennen, dass man wenig weiß. (Michel E. de Montaigne)

Bei uns geht Erziehung mit allem andern Hand in Hand und ist zeitlich unbegrenzt. Man kann sie von nichts trennen,
man lernt ständig, nicht nur, solange man klein ist. (Indianerschulen)

Wer glaubt, etwas zu sein, hört auf, etwas zu werden.



8. Studierregeln

Kennen Sie das auch: Die Klausur oder die Prüfung naht unaufhaltsam ... und doch gelingt es nur schwer, sich kon-
sequent an den Schreibtisch zu setzen und konzentriert zu arbeiten. Ständig gleiten Gedanken und Handlungen ab zu vermeintlich "Wichtigerem" wie Einkaufen, Staubsaugen oder zu schlicht Angenehmerem wie Freunde anrufen oder
einer plötzlich heiß geliebten TV-Serie ... Und abends bleibt das drückend schlechte Gewissen, wieder einmal einen
Tag wertvoller Zeit vergeudet zu haben. Es steht also im Folgenden nicht die Lerntheorie im Vordergrund, sondern
das konsequente, praktische Arbeiten:

- Zeiten einhalten                               ... entlastet mental und stimmt ein auf das Arbeiten.

- Kleine Pausen nicht nach               Stellt sich Müdigkeit ein (Symptome: z.B. "Vorausblättern" in der Lektüre, "Auf-die-
  Gefühl, sondern nach der               Uhr-Sehen", "Flüchtigkeitsfehler" usw.) war die Arbeitsphase bereits zu lange.
  Uhr setzen                                          Besser: Nach festen Zeiten Kurzpausen einlegen. Z.B. nach einer Viertelstunde
                                                                für ein bis zwei Minuten Augen in die Ferne schweifen lassen, sich strecken, rä-
                                                                keln. Nach etwa einer halben Stunde etwa fünf Minuten nutzen, um Getränk zu ho-
                                                                len oder auf die Toilette zu gehen. Nach ca. anderthalb Stunden zehn bis 15 Minu-
                                                                ten Beine vertreten und Frischluft vor der Türe tanken.

                                                                Grundregel: In Pausen die vom Arbeiten benötigten Techniken und Sinne ruhen
                                                                lassen (z.B. Bewegen statt Sitzen, Augen schonen statt Lesen) sowie sich mit Din-
                                                                gen beschäftigen, die nichts mit den Arbeitsinhalten zu tun haben.

- Stille und Schweigen in den          ... und auch in den kleinen Pausen. Dient der Fokussierung auf das, was gerade
   Arbeitsphasen                                   wichtig ist. In den Pausen arbeitet das zuvor Gelernte oder Bearbeitete weiter
                                                                 
und konsolidiert sich mit bereits Vertrautem. Dies geschieht "von selbst" und
                                                                 kann gefördert werden, indem man dem Geist nicht ähnliche Materialien auf ähn-
                                                                 liche Weise vorsetzt (siehe Pausenregel).

- Mobiltelefone nur zwischen             Schon allein der Gedanke daran, erreichbar zu sein oder gar sein zu müssen,
   den Arbeitsphasen                            lenkt ab und senkt den Wert der Zeit, die man dem persönlichen Vorankommen
                                                                  widmen möchte. Deshalb am besten: Handy aus in den Arbeitsphasen.

- Den Internetzugang nur für              Das Internet ist eine gleichermaßen wertvolle wie gefährliche Ressource: Des-
  
kurze Recherchen nutzen                 halb am Studiertag das Internet ausschließlich im Sinne der Arbeit nutzen und
                                                                  auch in den Pausen nicht für andere Zwecke verwenden.

- Bei völliger Blockade ...                      ... steht auch die Geschäftsstelle zur Verfügung, um kurzfristig wieder auf die
                                                                   Bahn zu helfen. Sollte ein Gespräch mehr als fünf Minuten Zeit benötigen, ist es 
                                                                   ratsam, einen Beratungstermin zu vereinbaren.  

- Liebe, was Du tust!                             ... und genieße auch die kleinen Fortschritte. Sei nachsichtig, wenn Du im auf-
                                                                   richtigen Bemühen auch einmal das Ziel verfehlst. Finde die Ursache, endecke
                                                                   das Hilfreiche und gehe weiter, Schritt für Schritt.

 

Reflexion

Was ist mir gut gelungen, welche Ziele habe ich heute erreicht?

Wo könnte ich mein Arbeiten verbessern?

Was hat mir heute konkret geholfen?

 

Besser Studieren: Prüfungsangst?
                                   Prüfungsheld!
Tipps für einen kühlen Kopf von Jenni Heise
(Beitrag aus der Hochschulzeitschrift audimax Ausgabe Nr. 01-2012 vom Januar 2012 Seite 06)

Download Besser Studieren pdf

 

9. Gemeinsam lernen

Manchem Lehrstoff nähert man sich besser nicht allein. Doch wer gemeinsam lernen möchte, muss einige Fallen
umschiffen. Die folgenden Texte dazu, geschrieben von Michael Klitzsch, wurden der Zeitschrift UNICUM Nr. 02-2013,
Seite 12, entnommen. Siehe ergänzend auch das Buch "Studieren mit Erfolg: Effizientes Lernen und Selbstmanage-
ment" von Werner Heister, erschienen im Verlag Schäffer-Poeschel.

1. Drum prüfe, wer sich bindet

Wer sich dafür entscheidet, im Team zu lernen, sollte sich seine Truppe bewusst aussuchen. Kennt man die Mitstrei-
ter? Passt die Chemie? "Das ist elementar für das Gelingen einer Lerntruppe", erklärt Professor Werner Heister, Au-
tor des Buches "Studieren mit Erfolg: Effizientes Lernen und Selbstmanagement". Der Experte rät zu kleinen Lern-
gruppen: Zwei können schon reichen, drei bis vier seien optmal. "Bei größeren Gruppen kann es schnell zu proble-
matischen Dynamiken konnen." Am Anfang heißt es dann: Gemeinsame Ziele festlegen, Regeln aufstellen, das Vor-
gehen klären. Wenn es Streit gibt oder Termine nicht eingehalten werden, gilt es, rasch zu reagieren, macht Heister
deutlich: "Trennen Sie sich schnell und konsequent von der Gruppe oder einzelnen Gruppenmitgliedern, die nicht in
die Gruppe passen oder nicht angemessen mitwirken. In einer schlechten Lerngruppe mitzuwirken, ist vertane Zeit.


2. Alle für einen, einer für alle

Wer im Team Lernerfolge feiern will, muss sich auch fürs Team einsetzen, die Bedürfnisse der Mitstreiter berücksich-
tigen. "Teamplaying steigert die Effektivität und Effizienz von Lerngruppen immens", sagt Heister. Konkret heißt das:
Termine gemeinsam festlegen und einhalten. Vorbereitet zu den Treffen kommen. Wenn ein Teamkollege auf dem
Schlauch steht, nochmals das Problem besprechen und geduldig erklären. Auch eine klare Organisation hilft beim
Teamwork, der Experte rät: "Bestimmt stets ein Gruppenmitglied, das jeweils ein konkretes Lerntreffen vorbereitet
und nachbereitet, damit jedes Treffen effektiv und effizient verläuft."


3. Locker bleiben

Miteinander lernen sollte nicht nur in angestrengtem Büffeln enden, sondern auch Spaß machen. Und das geht
beim Umgang miteinander los, erklärt der Experte: "Sei positiv, lobe, spende Applaus, sage: 'Danke!' und 'Gut ge-
macht!' - jedes Lob spornt an." Bereits Comenius, der Verfasser der Didactica Magna (1650), hat erkannt: "Alles, was
beim Lernen Freude macht, unterstützt das Gedächtnis." Also: Mit dem Lernstoff spielen, herumblödeln, ihn plastisch
erklären. Heister: "Arbeitet mit Musterfirmen, Musterfällen oder Mustermenschen, um den Lernstoff noch merk-würdi-
gerger, also brainfriendly zu gestalten." Auch wichtig: Nach getaner Arbeit eine gemeinsame Belohnung genießen:
Zum Beispiel ein leckeres Essen beim Lieblingsitaliener.


4. Festhalten und loslassen

Die zusammen errungen Lernerfolge müssen festgehalten werden. Dabei helfen schlaue Umsonst-Gimmicks aus
dem Netz wie gemeinsame  Lernmaterial-Ordner, auf die jeder mit seinem PC Zugriff hat (www.dropbox.com), am
Computer erstellte Mind Maps für gehirngerecht aufbereiteten Lernstoff (www.xmind.net) oder elektronische Lern-
karteien (www.repetico.de). Auch möglich: Wechselseitig zu lernende Inhalte in eine Audiodatei sprechen und ge-
meinsam nutzen. Der Experte rät zum duchdachten Sharing: "Teilen Sie alle Lernmaterialien geplant und konse-
quent. Damit verringert sich der Aufwand für jeden Einzelnen." Und irgendwann muss das Büffeln dann auch mal ein Ende haben. Heister empfiehlt: "Gut vorbereitet sollten zwei Stunden für eine Gruppensitzung reichen. Wer länger
lernt, sollte im Stoff abwechseln und sich immer wieder kurze Pausen gönnen."

 

10. Hörervertretungen


22. Studiengang in Würzburg

Hörervertreterin:      Frau Katharina Busch    
Stv. Hörervertreter:  Herr Lothar Knorz

(Der Vertreter der Hörerschaft an der Hauptakademie Würzburg oder dessen Stellvertreter kann an den Mitglieder-
versammlungen des Vereins Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Würzburg teilnehmen. In Angelegenheiten,
die die Hörerschaft betreffen, ist ihm auf Verlangen das Wort zu erteilen; § 7 Abs. 5 der Satzung für die VWA Würz-
burg.)


12. Studiengang in Aschaffenburg

Hörervertreter:            Herr Alexander Mann
Stv. Hörervertreterin:  Frau Anja Knörzer


17. Studiengang in Schweinfurt

Hörervertreter:             Herr Michael Zink
Stv. Hörervertreter:      N.N.


11. Studienabschluss


Der erfolgreiche Abschluss des Akademiestudiums berechtigt zur Führung der Bezeichnung "Betriebswirt (VWA)"
bzw. "Betriebswirtin (VWA)" oder "Verwaltungs-Betriebswirt (VWA)" bzw. "Verwaltungs-Betriebswirtin (VWA)". Den
Abschlussprüfungen liegen die von der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Aka-
demien für alle Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien im Freistaat Bayern einheitlich beschlossenen und vom
Staatskommissar, der vom Bayerischen Ministerpräsidenten bestellt wurde, genehmigten Prüfungsordnungen
zugrunde.


12. Die vier großen Vorteile des Studiums an der VWA Würzburg

Vorteil 1

Karriere

Sehr gute Aufstiegschancen auch ohne Abitur

Viele Berufsfelder, die bislang von Praktikern besetzt waren, werden zunehmend akademisiert – ein Trend, der
sich fortsetzt. Der Blick in den Stellenmarkt beweist es: Fast zwei Drittel aller Unternehmen verlangen für lei-
tende Positionen ein Studium. In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft beträgt der Akademikeranteil
bereits heute 85 Prozent mit steigender Tendenz.

Weil an der VWA Berufserfahrung genauso viel zählt wie ein Abitur, können hier Berufstätige auch ohne Abitur
studieren. Eine ideale Möglichkeit für erfahrene Praktiker, durch das berufsbegleitende, universitätsnahe VWA-
Studium in interessante Führungspositionen aufzusteigen. Die Verbindung des universitätsnahen VWA-Stu-
diums mit der Berufspraxis schafft genau die Voraussetzungen, die Unternehmen heute von ihrem Führungs-
nachwuchs erwarten.

Karrierefördernd sind auch die Netzwerke, die sich zwischen den Studierenden bilden. Während des gesamten
Studiums – in Ihren Vorlesungen und während Sie sich auf Ihre Prüfung vorbereiten – stehen Sie in laufendem
persönlichen Kontakt zu Ihren Kommilitonen aus den unterschiedlichsten Branchen. So knüpfen Sie Kontakte,
die Sie im weiteren Berufsleben erfolgreich nutzen können.

Die Studiengänge der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Würzburg sind also interessante Angebote für
alle Berufstätigen, die betriebswirtschaftliche, fachorientierte, persönliche und soziale Kompetenzen erwerben
wollen. Durch einen erfolgreichen Studienabschluss wird ein entscheidender Karrierevorsprung erzielt. 

Das Studium hat auch das Ziel "Fördern und Fordern". Maßgebliche Kriterien sind Kommunikationsfähigkeit,
Praxiserfahrung, Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Belastbarkeit. Sie werden neben dem Wissenserwerb von den Arbeitgebern als Zusatzqualifikationen erwartet und sind für Ihre Karriere und Entwicklungschancen ent-
scheidend.
 

 

Vorteil 2

Praxisnähe

Professionals in Theorie und Praxis

Für Ihr berufsbegleitendes VWA-Studium müssen Sie Ihre Berufstätigkeit nicht unterbrechen. Das ist vorteilhaft, denn neben einem akademischen Abschluss ist die zweite, nicht minder wichtige Anforderung an eine Füh-
rungstätigkeit eine mehrjährige praktische Berufserfahrung. Genau diesem Idealprofil entsprechen Sie als VWA-Absolvent. Nach einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft beklagen Unternehmen den man-
gelnden Praxisbezug der klassischen Hochschulausbildung. Es fehlt den Absolventen nicht nur an sozialer
Kompetenz und der Fähigkeit, sich in den Abläufen des Unternehmens zurechtzufinden. Auch der Transfer des
erworbenen Wissens in die betriebliche Praxis will so manchem Hochschulabsolventen nicht gelingen.

Durch ein berufsbegleitendes VWA-Studium schaffen Sie sich einen klaren Wettbewerbsvorteil. Als Studie-
render erwerben Sie nicht nur ein profundes theoretisches Wirtschaftswissen, sondern auch Schlüsselqua-
lifikationen wie Verhandlungskompetenz, Projektmanagement und Teamarbeit, praktische Fähigkeiten, die Sie
direkt in Ihrem Berufsalltag umsetzen können. Mit der VWA treiben Sie Ihre Karriere zweigleisig voran, in Stu-
dium und Beruf.

Die Vorlesungen werden sowohl von renommierten Hochschulprofessoren als auch von hochrangigen Prak-
tikern gehalten.

 

Vorteil 3

Sicherheit

Keine Angst vor Arbeitslosigkeit

Wer seine Berufstätigkeit aufgibt um zu studieren, gibt auch einen wesentlichen Teil an beruflicher Sicherheit
auf. Denn gerade der Einstieg ins Berufsleben ist derzeit eine große Hürde für Hochschulabsolventen: Nach
einer Befragung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) im Jahr 2004 haben zwölf Monate nach dem Exa-
men erst 50 Prozent der Hochschulabsolventen eine reguläre Erwerbstätigkeit aufgenommen.

Mit einem berufsbegleitenden Studium an der VWA behalten Sie Ihren Arbeitsplatz, verdienen weiter Geld und
erwerben gleichzeitig das nötige theoretische Rüstzeug für eine Führungsposition. In der Wirtschaftswelt sind
VWA-Absolventen als hochmotivierte, für Managementaufgaben bestens ausgebildete Mitarbeiter bekannt.

Sicherheit bietet Ihnen auch das flächendeckende Angebot der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien. Soll-
ten Sie oder Ihr Arbeitgeber einen Ortswechsel ins Auge fassen, nehmen Sie Ihr Studium einfach mit: Die Aka-
demien sind mit fast 100 Standorten in Deutschland nahezu überall vor Ort.

 

Vorteil 4

Geld

Studieren und ein volles Gehalt

Wer einmal Gehalt bezogen hat, kann oder will sich nicht mehr mit den finanziellen Einschränkungen eines
klassischen Studiendaseins abfinden. Schließlich erhält ein BAföG-Empfänger durchschnittlich nur 352 Euro
im Monat! (Quelle: Hochschul-Informations-System, 2004)

Bei einem Studium an der VWA müssen Sie keine finanziellen Einschränkungen hinnehmen. Sie arbeiten wei-
ter in Ihrem Beruf, beziehen ein volles Gehalt, behalten Ihre Unabhängigkeit und erwirtschaften schon während
Ihres Studiums einen Einkommensvorsprung, den Absolventen traditioneller Universitäten mit ihren langen
Studienzeiten kaum wieder aufholen können.

Sicher, die VWA erhebt Studiengebühren. Aber das ist weit weniger, als viele andere private Hochschulen ver-
langen, und bei der kurzen Studiendauer und den hervorragenden Berufsaussichten ein gut investiertes Geld.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Gebühren sind als Werbungskosten von der Steuer absetzbar (weitere Informa-
tionen dazu finden Sie unter der Rubrik "Studieren - Gebühren/Vergünstigungen".

Fazit: Das Studium an der VWA ist eine Investition, die sich immer lohnt.

  

13. Strategien gegen Burn- und Bore-out: So bleiben Sie handlungsfähig

Prof. Dr. Ada Pellert, Präsident der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) in Berlin, berichtet im DUW-News-
letter, dass jeder dritte Unzufriedene sich laut einer forsa-Studie der DUW bereits mit seiner Jobsituation abgefunden
hat. Sie warnt vor dieser Abwärtsspirale: "Wenn sich Mitarbeitende immer weniger zutrauen, verlieren sie schließlich
tatsächlich Kompetenzen."

Was denn aber nun konkret tun, wenn das morgendliche Aufstehen zur Qual wird und die Zufriedenheit mit dem Job
zum "Dienst nach Vorschrift" übergeht?

Prof. Dr. Ada Pellert gibt sieben Tipps, die dazu beitragen, die beruflichen Aufgaben besser zu bewältigen, die Effek-
tivität zu steigern und damit auch die eigene Zufriedenheit im Job zu erhöhen:

Tipp 1 - Bestandsaufnahme
Denken Sie an Ihr Bewerbungsschreiben zurück: Mit welchen Zielen sind Sie an Ihren Arbeitsplatz gekommen? Wel-
che Aufgaben im Stellenprofil haben Sie fasziniert? Machen Sie sich eine Liste, welche Erwartungen sich bestätigt
und welche Vorstellungen sich nicht erfüllt haben.

Tipp2 - Über den Tellerrand blicken
Gibt es Aufgaben und Bereiche im Unternehmen, die Sie mehr interessieren als Ihre jetzige Stelle? Sprechen Sie
mit den Mitarbeitern in diesen Abteilungen: Wie zufrieden sind Sie?

Tipp 3 - Den Blick von außen nutzen
Ein Freund oder auch professioneller Coach hilft, die eigene Situation von außen zu betrachten. Welche Kompeten-
zen und Fähigkeiten haben Sie? Welche beruflichen Ziele lassen sich damit verwirklichen - innerhalb oder mögli-
cherweise auch außerhalb Ihres Unternehmens?

Tipp 4 - Das Gespräch suchen
Zu wenig Verantwortung, zu viel Routine, ein hohes Arbeitspensum: Wenn Sie längere Zeit unzufrieden sind, sollten
Sie mit Ihrem Vorgesetzten sprechen und dabei möglichst konkrete und realistische Veränderungen vorschlagen.
Fordern Sie regelmäßig Feedback ein.

Tipp 5 - Eigene Ideen einbringen
Ob in den Ideenkasten oder in der wöchentlichen Besprechungsrunde: Wer Verbesserungsvorschläge hat, sollte
diese einbringen. Das zeigt Engagement - und vielleicht können Sie Ihre Idee dann sogar selbst umsetzen.

Tipp 6 - Weiterbilden
Schule, Ausbildung und Studium können nicht auf alle Situationen vorbereiten, auf die Sie im Job treffen. Trainieren
Sie gezielt Kompetenzen, die Sie in schwierigen Situationen benötigen. Oder qualifizieren Sie sich berufsbegleitend
für eine neue Aufgabe.

Tipp 7 - Neu starten
Frust im Job kann auf Dauer zum Burn-out oder Bore-out führen. Wenn sich über einen längeren Zeitraum keine
Änderungen abzeichnen, wagen Sie den Absprung und wechseln Sie den Arbeitgeber - aber nicht im Affekt: Nehmen
Sie sich Zeit, Ihren Neustart gut vorzubereiten.

(DUW-Newsletter Nr. 9 vom 27. Oktober 2011; Newsletter Bundesverband VWA Ausgabe 12/2011 vom 8. Dezember
2011 Seite 5)